Künstler

Manfred Fischer

Köpfe stehen im Werk von Manfred Fischer im Vordergrund, mit gestischen Pinselstrichen zeigt Fischer Köpfe von eruptiver Gewalt, unter deren Oberfläche sich Leidenschaft, weniger jedoch Aggression verbirgt, sie zeigen menschliche Befindlichkeiten und Emotionen. "Ich male Köpfe: Köpfe, denen ich mich mal sehr nahe fühle, mal weniger nahe fühle. Manche haben Ähnlichkeit mit mir, manche nicht." Die Vervielfachung seiner Köpfe bedeutet jedoch nicht Wiederholung, sondern ist Ausdruck eines neuen, unvergleichlichen Zustandes - des individuellen Lebens.


Manfred Fischer - Biographie

1950 Geboren in Nordwalde/Münsterland
1974 Juristisches Staatsexamen in Marburg
1974-81 Studium an der Hochschule der Künste, Berlin
1980-81 Meisterschüler bei Professor Herrfurth, HDK Berlin
seit 1987 Lehraufträge an der Hochschule der Künste Berlin und der TU Braunschweig

Lebt seit 1983 als freischaffender Künstler in Braunschweig.

Arbeiten des Künstlers befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Ausstellungen (Auswahl)

1996 Smithtown Arts Council, New York
1998 Michael Schultz, Berlin 1998
1999 Galerie Peter Borchardt, Hamburg
1999 Im Spiegel der Zeit Porträt & Selbstporträt, Kunstverein Plön
2000 Art Frankfurt, Galerie Borchardt, Hamburg
2000 Galerie Arnau, Barcelona
2001 "Ego Mensch", Schloss Heidelberg, Galerie Signum Winfried Heid
2003 Max-Planck-Institut, Berlin
2004 Museo Jose Luis Quevas, Mexiko City

 


Ulrike Bolenz

Standen in früheren Arbeiten von Ulrike Bolenz ihre "Figuren im Stein" in konventioneller Malweise im Zentrum ihrer Kunst, so besetzte die Künstlerin in den letzten Jahren mit dem Medium der Fotographie und der Computertechnik eine neue Bildsprache. Das Drama des Menschen in seiner Existenz zwischen Wissenschaft und Forschung steht im Mittelpunkt ihrer Kunst, wie herausgelöst aus der Geborgenheit wurden ihre Figuren ins Räumliche hinein entwickelt, stehen isoliert und verfremdet.


Ulrike Bolenz - Biographie

1979 Studium der Freien Malerei an der Hochschule
für Bildende Künste , Kassel, Realismus bei
Professor Manfred Bluth, Berlin/Kassel
und Professor Tom Gramse, Unna / Kassel
1990 Arbeitsstipendium der Stadt Bad-Münster
1992 Intern. Künstlertreffen Montpellier, Frankreich
1994 Werkvertragsstipendium des Berliner Senats
1995 Erster Preis "Kunstwettbewerb , Lohmar
1997 Erster Preis Kunstwettbewerb , Wesseling
2000 Anerkennungspreis der Stadt Wesseling



Einzelausstellungen
Auswahl ab 1994

1994 - 1996 Kunstverein Friedrichstadt, Berlin
1994 Galerie ART PROM, Antwerpen, Belgien
1994 Galerie Signum Winfried Heid, Heidelberg
1995 Kunstdienst, Berliner Dom, Sender Freies Berlin
1995 Gallery Dewart , Brüssel
1995 Smithtown Art Council, New-York, USA
1995 Laboart , Eke , Belgien
1996 Kunsthuis Loosveldt , Oostende , Belgien
1998 Stadthalle Marburg
1998 Foreign Press Association , London
1998 Gallery Dewart , Brüssel
1999 Lokaltermin 1 , Wesseling
2001 Soisson, France
2001 Dewart Gallery, Brüssel
2003 Universitätsmuseum Marburg
Schloss Heidelberg (Galerie Signum)
2004 Galerie Peter Borchardt, Hamburg

Bildlegenden:

1) Espace brisé, 2001, Print, Acrylglas, 200 x 200 cm
2) Kämpfende, 2001, Print, Acrylglas, 200 x 200 cm
3) Mensch DANN, 2000, Acrylfarbe, Acrylglas, 200 x 200 cm
4) Absprung, 2001, Print, Acrylfarbe, Acrylglas, 250 x 250 cm
5) Figuren im Raum, 2002, Transparentes Material, Print, Acrylfarbe, Eisendraht

 

Fernando Leal-Audirac

Leals Bildsprache entwickelte sich von der realistischen Malweise Leal-Audirac in den achtziger Jahren hin zu einem zwar an die Transavanguardia angelehnten Stil, bleibt jedoch eigenständig und unverwechselbar.

Leals Bilder changieren zwischen Tradition und Moderne. Mit traditionellen Malmitteln und Farben zeigt Leal in seinen Bildern eine transzendente Symbolik und eine moderne Struktur;
kräftige Farben und verkrustete Oberflächen verbergen Verletzungen und fordern letztendlich
heraus die Unergründlichkeit zu erforschen.

Fernando Leal-Audirac - Biographie

Geboren 1958 in Mexiko City. Sein Vater gehörte zu den großen Freskenmaler Mexikos
1974 - 78 Studium der Malerei des Mittelalters und der Renaissance.
1978 - 80 Ausbildung zum Restaurator. Mit Manuel Serrano Gründung einer Restaurierungswerkstatt. Experimentierte die zeitgemäßen Anwendungen von überlieferten Maltechniken.
1980 - 85 Studium der druckgraphischen Techniken und deren verfeinerten Anwendung.
1986 Erste Ausstellung in Mexiko City.
1989 - 93 Berater der nationalen Kommission der Schönen Künste Mexikos.
1993 Übersiedlung nach Mailand.
1995 Vertreter Mexikos auf der Biennale von Venedig.
1996 Einladung als Gastprofessor an die Kunstakademie Nancy, Frankreich
1997 - 2000 Entwicklung einer Technik für transportable zeitgenössische Fresken


Ausstellungen (Auswahl)

1993 Palazzo delle Belle Arti, Mexiko City
1994 Casa Mantegna, Mantova, Italien
1995 Centro Culturale del Mexico, Paris
1996 Galeria Manzoni, Mailand
1996 Galerie Signum Winfried Heid, Heidelberg
1997 Gallery M - 13, New York City
1998 Nationalmuseum Bukarest, Rumänien
1999 Galeria Arte ‚92, Mailand
1999 Galerie des BBK Braunschweig
2000 Howard Scott Gallery, New York City
2003 Max-Planck-Institut Berlin
2004 Howard Scott Gallery, New York City

Ausstellungsbeteiligungen ( Auswahl)

1992 Frankfurter Kunstverein, Frankfurt/Main
1993 Casa del Messico, Washington D.C.
1994 Galerie Hakim, Brüssel
1995 Biennale von Venedig, Vertreter Mexikos
1996 Fiera d' Arte Bologna, Galeria Diagonal
1997 ARCO Madrid, Galeria de Arte Mexicano
1998 Palazzo Ducale, Genua
1999 Spazio Montenero, Mailand
2000 Museo José Luis Cuevas, Mexiko City
2001 Ego Mensch - Schloss Heidelberg

 

Anno Wilms

Geboren im Berlin, lebt und arbeitet in Berlin und auf Reisen.
Seit 1971 zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Großbritannien,
Mexiko und den USA.


Von der Fotografie kommend, beobachtete und fotografierte sie Randgruppen und Minderheiten.
Daneben entstanden Collagen, Malerei, Zeichnungen und Installationen die zunehmend die Fotografie ablösten.
Eine differenzierte Suche nach sich Selbst, eine alternative Wahrnehmung außerhalb unserer
Sehgewohnheiten, die mit verschlüsselten Themen beim Betrachter eine eigene und ambivalente Projektion
auslösen, bestimmen ihre Arbeit.


Ausstellungen ( Auswahl)

1971 Freie Berliner Kunstausstellung
1980 Foro de Arte Contemparaneo Mexiko City und San Francisco
1982 Kunstverein München
1986 Akademie der Künste, Berlin
1990 Goethe-Institut, Berlin
Atelier SteAnne, Brüssel
1992 Deutsche Oper Berlin
1993 Hebbel-Theater, Berlin
1994 -Raum-Körper-Zeit- Fotoinstallation und Tanzskulptur mit Susanne Kirchner,
Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz
2001 Ego Mensch - Schloss Heidelberg

Veröffentlichungen (Auswahl)

1972 Zigeuner
1978 Transvestiten
1982 Rastafari
1985 Beduinen
1990 Ismael Ivo - Körper und Tanz
1994 Herzeisen
2000 Genet Fragmente, Edition SIGNUM Winfried Heid

 

Frank Ross

Zeitzeuge des vergangenen Jahrhunderts.

Wie wohl nur wenige Maler erlebte Frank Ross das Auf und Ab des zwanzigsten Jahrhunderts mit all seinen Wirren und politischen Gegebenheiten. Wehrdienst, Kriegseinsatz und Emigration waren Begleiter des Künstlers, dessen Werke an unterschiedlichen Plätzen in dieser Welt entstanden. Diese persönlichen Gegebenheiten spiegeln sich in seiner Kunst wider. Nicht nur das Motiv, meist in realistischer Malweise dargestellt, war oft geprägt durch die Umgebung, auch Licht, Farbe und Linienführung zeigen deutlich die Einflüsse der Aufenthaltsorte und die sensible Beobachtung des Künstlers.


Frank Ross - Biographie

Geboren am 2. Dezember 1898 in Frankfurt/Main
Besucht das Wörle-Realgymnasium Frankfurt

1916 Wehrdienst. Nach zweijährigem Frontdienst Rückkehr nach Frankfurt.
1918 absolvierte er das Notabitur.

Aufnahme in die Schauspielschule des Frankfurter Schauspielhauses durch
den Direktor Carl Ebert.
Debüt als Schauspieler in Frankfurt und Darmstadt.
Engagement als Charakterdarsteller am Stadttheater Koblenz.

Aufenthalt in Berlin. Begann unter dem Einfluss eines Freundes zu malen.
Begegnung mit dem Münchner Landschaftsmaler Clemens Fränkel.
Es entstanden erste Porträts bedeutender Schauspieler und Musiker aus der
Zeit um 1930, es folgten Landschaftsbilder.

1935 verließ er zusammen mit seiner Frau Margot Deutschland.
Übersiedlung in die Künstlerkolonie Positano, Italien - dort residierten zu
dieser Zeit viele europäische Künstler.

1937 wanderte er zusammen mit seiner Frau in die U.S.A. aus.

Erste One Man Show mit Bildern aus Positano im Modern Art Studio,
637 Madison Ave., New York, City.

Mitglied der renommierten "Art Student League", New York.

Enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem deutschen Maler
Professor Eugen Spiro, es entstanden viele Porträts.

1945 Umsiedlung nach Berkshire Mountains, Massachusetts,
dort entstanden die meisten Pastelle.

Seit 1950 lebte er mit seiner Familie auf Long Island, New York.

Ab 1954 wieder regelmäßige Besuche Europas, die Landschaften
der Schweiz, Italiens und Oberbayerns faszinierten ihn ein Leben lang.
Zahlreiche Skizzen und imposante Berglandschaften in unterschiedlichen
Techniken entstanden.

Frank Ross stirbt am 31. Juli 1992 auf Long Island, New York.